|
Der Wind peitscht den kalten Regen gegen die Hauswand: An diesem trüben Februartag wird vielen Hausbesitzern gewahr, dass die Fenster nicht mehr dicht und die Wände kalt sind und auf dem Dachboden Zug herrscht.
Manfred Rath liebt sein kleines Haus, Baujahr 62, dessen Substanz völlig intakt ist. Doch die hohen Wärmeverluste lassen ihn frösteln, wenn er auf die Heizkosten blickt. Damit soll jetzt Schluss sein.
Der 39-Jährige, der das 90 Quadratmeter große Siedlungshaus vor zwei Jahren in Scharbeutz erwarb, möchte die neue staatliche Kredit-Förderung nutzen und sein Haus "energetisch" modernisieren, wie es im Fachjargon heißt.
Während ein neuer schwerer Regenschauer gegen die Fenster prasselt, lässt Rath sein Haus vom Lübecker Gebäude-Energieberater Dennis Graß unter die Lupe nehmen.
Graß will vom Dachboden bis zum Keller erkunden, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um der Energieverschwendung Einhalt zu gebieten. Auf dem kleinen Spitzboden muss der Energieberater in die Hocke gehen. Dort herrscht Enge, aber auch ziemlich frischer Wind. Die alte Dämmung ist zerpflückt, hier und da soll ein Stück Leinen die Zugluft bändigen.
Die alte Dämmung, die nicht frei von Schadstoffen ist, muss umweltfreundlich entsorgt und durch Mineralwolle ersetzt werden, notiert der Fachmann.
Der zweite wichtige Sanierungsschritt: Die Dämmung des Fußbodens im Erdgeschoss. Dennis Graß sieht rasch, was unumgänglich ist in dem schmucken Häuschen, das seit seiner Erbauung noch keine Modernisierung erfahren hat:
Vor die Außenfassade muss ein Verbundsystem gesetzt wer den, um die Wärmeverluste zu minimieren, einige Fenster sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Und die alte Heizung hat endgültig ausgedient Die Kosten, die auf Hausbesitzer Rath zukommen, sind im Gutachten lückenlos aufgelistet.
|